Viele Bayern verzichten im Urlaub auf soziale Medien

Laut DAK-Umfrage hält die große Mehrheit Abstand zum Alltag – Fast jeder Dritte verschickt Grüße per Postkarte

Foto: © i-Stock/DAK-Gesundheit

In wenigen Tagen enden in Bayern die Sommerferien. Neun von zehn bayerische Urlauber haben sich in diesem Jahr gut oder sehr gut erholt. Das zeigt der Urlaubsreport* 2016 der DAK-Gesundheit. Am meisten dazu beigetragen haben Sonne und Natur, Ortswechsel sowie Zeit mit der Familie. Zudem legen zwei Drittel keinen Wert darauf, über soziale Medien in Kontakt zu bleiben oder erreichbar zu sein. Für 86 Prozent der Menschen im Freistaat ist es wichtig, bewusst Abstand zum Alltag zu halten.

Die Bayern wollen in den Ferien vor allem entspannen und abschalten. So verzichten zum Beispiel 71 Prozent im Freistaat auf die Nutzung sozialer Medien, wobei es je nach Alter deutliche Unterschiede gibt. Bei jungen Urlaubern zwischen 14 und 29 Jahren setzt jeder Zweite auch im Urlaub auf Facebook, Twitter und co., um mit der Heimat in Kontakt zu bleiben. Bei den über 30-Jährigen war es nur jedem Vierten von Bedeutung. Für 45 Prozent der Jüngeren war es wichtig, auch im Urlaub erreichbar zu sein. Bei den 30- bis 44-Jährigen sagten das nur 31 Prozent. „Viele Bayern betrachten die digitale Dauerpräsenz während des Urlaubes offenbar als Stressfaktor und verzichten bewusst darauf“, sagt Stefan Wandel, Pressesprecher der DAK-Gesundheit in Bayern.

Der DAK-Urlaubsreport zeigt auch, wie wichtig der Wegfall der Job-Belastung für die Erholung ist: 62 Prozent der gut erholten Bayern sagten, der Hauptgrund dafür sei der fehlende Arbeitsstress gewesen. „Körper und Psyche brauchen regelmäßig längere Zeit zum Regenerieren. Nur wer abschalten kann, kann sich auch erholen“, erklärt Wandel. Besonders zur Erholung beigetragen haben allerdings Sonne und Natur (81 Prozent), Ortswechsel (69 Prozent) sowie mehr Zeit für Familie und sich selbst (63 und 62 Prozent).

Immerhin fast jeder Dritte im Freistaat (32 Prozent) verschickt Urlaub­grüße per Post. Vor allem bei Frauen (35 Prozent) steht das Postkartenschreiben hoch im Kurs. Aber auch mehr als jeder vierte unter 30-Jährige greift zu Stift und Karte.

Die Mehrheit der Bayern tut im Urlaub speziell etwas für die Gesundheit. 65 Prozent der Befragten haben aktiv Stress reduziert, 62 Prozent absolvierten in den Ferien ein gezieltes Bewegungs-, Sport oder Fitnesstraining und 59 Prozent haben sich gesund ernährt. Es folgten viel Schlaf (55 Prozent) und Wellnessanwendungen (22 Prozent). Nur fünf Prozent der Bayern gaben an, nichts Spezielles für die Gesundheit getan zu haben.

Urlaub 2016 – Deshalb erholten sich die Bayern am meisten:
1.) Sonne und Natur (81 Prozent)
2.) Ortswechsel (69 Prozent)
3.) Zeit mit der Familie (63 Prozent)
4.) Wegfall Arbeitsbelastung (62 Prozent)
5.) Zeit für sich selbst (62 Prozent)
6.) Bewegung und Sport (50 Prozent)
7.) Verzicht Handy / Internet (32 Prozent)

*= Repräsentative Bevölkerungsbefragung durch Forsa im Auftrag der DAK-Gesundheit, 1. bis 8. August 2016, 1.015 Befragte, die in diesem Sommer schon Urlaub hatten