NEIN zur Fließbandwurst – JA zur Currywurst

Als Zeichen gegen die Einheitscurrywurst beim Fast Food-Riesen mit dem großen M, startet die Facebook-Aktion SAVE THE CURRYWURST die Verteidigung des kulinarischen Kulturguts mit einem Wurstmob in die heiße Phase.

Seit drei Wochen testet der bekannte Fast Food-Gigant deutschlandweit eine genormte und auf Werbefotos arg gephotoshopte Einheitscurrywurst in der Pappschachtel. Mindestens weitere drei Wochen soll die Testphase noch laufen und die Kunden überzeugen. Das ganze Land schien sich der geballten Marktmacht des Burger-Schnellrestaurants und seines Testimonials Mario Barth zu beugen.

Ganz Deutschland? Nein, eine zunächst kleine Gruppe unbeugsamer Currywurst-Idealisten stemmte sich gegen den Wurstfrevel und rief dazu auf, die heimischen Frittenbuden zu schützen. Bereits nach wenigen Tagen waren es über 100, nun nach drei Wochen zählt die Aktion gar 3.500 Mitstreiter, darunter Menschen aus Südafrika, Korea und den USA.

In dieser Zeit kristallisierte sich der ausgestreckte Arm mit dem Picker und der aufgespießten Currywurst in der Hand zum Symbol für den Widerstand.

Pünktlich zum Bergfest rufen die Currywurst-Idealisten nun zum großangelegten WURSTMOB auf. Egal, ob auf der Aktionsseite bei Facebook, auf der eigenen Website, in Blogs oder anderen Plattformen – alle Wurstfreunde und Mitstreiter sind dazu aufgerufen eigene Fotos zu posten und damit die ehrliche & echte Currywurst zu verteidigen. Einzige Vorgabe: Die symbolische Hand mit Picker und aufgespießter Currywurst müssen darauf abgelichtet werden.

Knapp zwei Wochen Zeit also, um sich in Schale zu werfen, die Currywurstbude seines Vertrauens aufzusuchen und Solidarität mit den Frittenbuden zu zeigen.

Gehse inne Stadt, wat macht dich da satt? ‘ne Currywurst! Kommse vonne Schicht, wat schönret gibt et nich, als wie Currywurst. (“Currywurst”, 1982, Ein Lied von Herbert Grönemeyer, Text: Diether Krebs)

Die Kampagnenleiter von SAVE THE CURRYWURST wollen mit der Aktion die lokalen sowie individuellen Pommesbuden, Currywurstimbisse und Frittenschmieden schützen, die durch die Marktmacht des Fast-Food-Giganten Gefahr laufen, an den Rand der Existenz gedrückt zu werden. Pünktlich zur sechswöchigen Fließbandwurst-Testphase entgegnete SAVE THE CURRYWURST am 14. Februar mit einem deutschlandweiten Foto-Wettbewerb, der über die gesamte Testphase bis zum 28. März läuft. Unter den Teilnehmern verlost SAVE THE CURRYWURST am Ende der Aktion ein paar Belohnungen. Die Initiatoren wollen darauf hinweisen, dass die Massencurrywurst vom Fließband die Existenz vieler regionaler Frittenbuden bedroht.

Allen, denen die Currywurst, ein Stück deutsche Esskultur seit über 60 Jahren, am Herzen liegt, dürfen sich an der Aktion beteiligen.
Damit alle auch in vielen Jahren noch in der Eppendorfer Grillstation (bekannt aus der Fernsehserie Dittsche – Das wirklich wahre Leben), im Bochumer Bratwursthaus (1982 im Currywurst-Song von Herbert Grönemeyer besungen), Konnopkes Imbiß (führte 1960 die Currywurst in Ost-Berlin ein) oder den zahllosen anderen Imbissbuden mit Lokalkolorit im ganzen Land eine echte Currywurst genießen können.

Infos, Fotos, Kuriositäten und der Fotowettbewerb auf http://www.facebook.com/savethecurrywurst