Förderpreise der Hanns-Seidel-Stiftung für junge Publizisten

Nachwuchspublizisten waren bundesweit aufgerufen, Beiträge zum Thema „2030 – Wo steht dann meine Generation?“ zu verfassen. Mit dem Preis möchte die Hanns-Seidel-Stiftung junge Leute ermuntern, sich differenziert und offen über grundlegende gesellschaftliche Fragen zu äußern. Das Preisgeld von 5.000 Euro teilen sich vier Preisträger, deren Zukunftsprognosen geprägt von Stringenz in der Gedankenführung und wissenschaftlicher Argumentation die Jury überzeugten.

Siegerin des Wettbewerbs ist in diesem Jahr die 19-jährige Chemiestudentin Helen Preiß (Georg-August-Universität Göttingen). Sie erreichte mit ihrem Beitrag „Privileg und Bürde – Autopoiese einer Generation“ den 1. Preis (2.500 Euro). Sie analysiert mit naturwissenschaftlich-philosophischem Blick und beschreibt eine Generation mit noch nie dagewesenen Möglichkeiten.

Nach der Urkundenverleihung in München am 24. Juni 2015:  Georg Frühschütz und Jennifer Joos (beide 3. Preis), Vorsitzende Ursula Männle, Wolfgang Gründinger (2. Preis), Helen Preiß (1. Preis) - Foto: HSS

Nach der Urkundenverleihung in München am 24. Juni 2015: Georg Frühschütz und Jennifer Joos (beide 3. Preis), Vorsitzende Ursula Männle, Wolfgang Gründinger (2. Preis), Helen Preiß (1. Preis) – Foto: HSS

 

Der 2. Preis (1.000 Euro) geht an den 31-jährigen Wolfgang Gründinger, promovierter Politikwissenschaftler an der Humboldt Universität zu Berlin, für „Opakratie – Warum wir die Alten mehr brauchen als je zuvor“. Darin thematisiert der Autor die Probleme der heraufziehenden Altenherrschaft und appelliert an ein „enkeltaugliches Land“.

Den 3. Preis (je 750 Euro) teilen sich Georg Frühschütz und Jennifer Joos. Die 21-jährige Medien- und Kommunikationsmanagement-Studentin von der SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien Calw punktete mit „Jung, smart und frech – Wie meine Generation die Arbeitswelt umkrempeln wird“ – einer pointierten Darstellung der Generation Y. Während der 29-jährige Lehramtsstudent Georg Frühschütz von der LMU München – der 2013 schon einmal Preisträger war – mit „2030 – fourty, fifty!“
Ausgleich zwischen Angst und Achsel – eine Anklage“ das Thema kritisch denkt – ein als Essay verfasster polarisierender Verzweiflungsruf.

„Mit diesem Wettbewerb wollen wir zur Vertiefung der Werte einer demokratischen Gesellschaft beitragen sowie die Rationalität in der politischen Auseinandersetzung fördern“, sagte Prof. Ursula Männle, Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, bei der feierlichen Preisverleihung in München (24. Juni 2015).

In seinem Festvortrag skizzierte der Journalist und Buch-Coautor Erik Albrecht (Die heimlichen Revolutionäre – Wie die Generation Y unsere Welt verändert) ein Bild der „Generation Y: Vom Warten auf die heimliche Generation“.

Die ausgezeichneten Arbeiten sowie weitere sechs eingereichte Beiträge werden in Kürze als Publikation der Hanns-Seidel-Stiftung erscheinen, die dann auch als PDF unter www.hss.de/publikationen.html heruntergeladen bzw. bestellt werden kann.