Für eine Kultur des Friedens und der Menschenrechte

Am 5. Mai 2012 stellt “Un’altra Italia” (ein anderes Italien) in München die italienische Organisation “Emergency” (NGO, NPO) vor, die seit 1994 weltweit an den wichtigsten Krisenherden interveniert, indem sie den zivilen Opfern von Kriegen, Landminen und Armut medizinische Hilfe gewährt.

Die Veranstaltung findet im DGB-Haus, Schwanthalerstraße 64, statt und beginnt um 17 Uhr.

Die Präsidentin von Emergency, Cecilia Strada, der Arzt Marco Garatti, Giovanni Hoepli (Emergency Schweiz) und der Journalist Michael Braun (taz Berlin) werden anwesend sein.

“Un’altra Italia” ist in München im Jahr 2009 durch die Initiative der Organisationen “Rinascita” und “Circolo Cento Fiori” entstanden, sowie durch das Engagement einzelner Bürger. Gemeinsamer Beweggrund war der Wunsch,
selbst “das andere Italien”, nämlich ein Italien der Legalität, der Moral und des zivilen Engagements kennenzulernen und einem breiteren Publikum von Deutschen und Italienern nahezubringen.

Nach den Veranstaltungen, die dem Kampf gegen alle Formen der Mafia und der organisierten Kriminalität gewidmet waren, stellt “Un’altra Italia” dieses Mal eine Initiative vor, die sich mit den großen Themen – Frieden, Solidarität, ehrenamtlicheTätigkeit und Achtung der Menschenrechte – auseinandersetzt.
Emergency ist eine “italienische, unabhängige und neutrale Organisation, die enstanden ist, um den Opfern von Kriegen kostenlose und erstklassige medizinisch-chirurgische Hilfe zu bieten und um eine Kultur des Friedens und der Solidarität zu fördern”.

Die Tätigkeit von Emergency ist vor allem von zwei Prinzipien inspiriert: dem Artikel 1 und der Präambel der allgemeinen Menschenrechtserklärung (“Alle Menschen werden frei und gleich geboren in Bezug auf Würde und Rechte”) und dem Artikel 11 der italienischen Verfassung, der jeden Krieg als Mittel der Konfliktlösung ablehnt.

Im Moment ist Emergency in 6 Ländern tätig: Afghanistan, Irak, Zentralafrikanische Republik, Sierra Leone, Sudan und auch Italien.

Seit 1994 hat Emergency in 16 Ländern 7 Krankenhäuser, 4 Rehabilitationszentren, 4 Kinderkliniken, 66 Nothilfe – und Gesundheitseinrichtungen, ein Geburtshilfezentrum und eine Herzklinik
errichtet und geleitet.

In Italien wurden zwei Ärztezentren in Palermo und Marghera und zwei mobile Ambulatorien eröffnet, die sowohl Migranten als auch bedürftige italienische Bürger medizinisch versorgen.