Innenminister Herrmann eröffnet 28. Evangelischen Kirchbautag

Innen- und Bauminister Joachim Herrmann während seiner Eröffnungsansprache

Innen- und Bauminister Joachim Herrmann während seiner Eröffnungsansprache

Der Bayerische Innen- und Bauminister Joachim Herrmann eröffnete heute den 28. Evangelischen Kirchbautag und verlieh – gemeinsam mit Landesbischoff Heinrich Bedford-Strohm – Preise der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler – Jährlich 28 Millionen Euro für den Erhalt kircheneigener Gebäude – 800 Millionen Euro Fördermittel für die Denkmalpflege

“Flexibilität und Kreativität sowie ein vorbildliches Gespür für ihre historische Bausubstanz” haben die Kirchengemeinden bewiesen, die aus den Händen von Innen- und Bauminister Joachim Herrmann beim 28. Evangelischen Kirchbautag den Preis der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler erhalten haben. Bei einem Empfang in der Münchner Residenz im Rahmen des Kirchentages, der in diesem Jahr erstmals in der bayerischen Landeshauptstadt stattfindet, sagte Herrmann, zum Erhalt der kircheneigenen Gebäude wende der Freistaat Bayern jährlich 28 Millionen Euro auf: “Damit leisten wir einen bedeutenden Beitrag zur Baukultur unseres Landes.”

Mit dem Preis der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler werden Kirchengemeinden ausgezeichnet, die in vorbildhafter Weise den Charakter ihrer historischen Gebäude erhalten und diese gleichzeitig an die veränderten Ansprüche der heutigen Zeit anpassen konnten. “Sie sind damit ein Vorbild für jeden Bauherren”, beglückwünschte Herrmann die Preisträger aus Sachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

Gute Stimmung bei der Preisverleihung - Preisverleihung_IMG_0537

Gute Stimmung bei der Preisverleihung
(Landesbischoff Bedford-Strohm und Innenminister Herrmann mit den Preisträgern Pfarrer Jörg Naumann von der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Kamenz in Sachsen [links] und Architekt Christian Schaufel [rechts] mit Ehefrau.)

Auch der Freistaat Bayern unterstützt den Erhalt der historischen Bauten nach Kräften: Seit der Gründung des Entschädigungsfonds 1973 wurden mehr als 800 Millionen Euro für die Denkmalpflege zur Verfügung gestellt.
Mit 125.000 Baudenkmälern besitzt Bayern mehr Denkmäler als jedes andere Land in Deutschland. Diesen Schatz gelte es zu bewahren, so der Bauminister: “Kirchen prägen seit Jahrhunderten das Bild unserer Städte und Dörfer. Sie sind weit sichtbares Zeichen unserer bayerischen Heimat.”

Der Evangelische Kirchbautag findet seit 1946 regelmäßig statt und bietet ein Forum für Theologen, Architekten, Kunsthistoriker und Denkmalexperten. Unter dem Motto “Evangelisch präsent – Kirche gestalten für die Stadt” diskutieren Fachleute und interessierte Laien vom 9. bis 12. Oktober die Herausforderungen evangelischer Kirchenbauten in urbaner Umgebung. Zum Programm gehören Vorträge, Exkursionen, Workshops und Stadterkundungen. Voraussichtlich 600 Gäste werden erwartet.