500.000 Euro für innovative Schulbauplanung

Jury kürt Preisträger bei bundesweitem Wettbewerb

Die Preisträger des bundesweiten Wettbewerbs “Pilotprojekte Schulen planen und bauen” stehen fest: Bewerbungen aus Wuppertal, Leipzig, Bremen, Hamburg und Neubulach sind von einer hochkarätig besetzten Jury ausgezeichnet worden. Die fünf ausgewählten Kommunen erhalten nun eine fundierte Beratung für die Planung ihres eingereichten Schulbauprojekts im Gegenwert von jeweils bis zu 100.000 Euro.

“Angesichts der hohen Qualität der eingereichten Bewerbungen war es keine einfache Entscheidung”, meint Dr. Karl-Heinz Imhäuser, Vorstand der Montag-Stiftung Jugend und Gesellschaft, dessen Stiftung den Wettbewerb gemeinsam mit der Montag-Stiftung Urbane Räume ausgelobt hat. Das Votum der Jury sei aber einhellig: “Diese fünf prämierten Projekte sind besonders gut geeignet, zu zeigen, dass wir mehr Qualität im Schulbau bekommen, wenn sich alle beteiligten Akteure von Anfang an gemeinsam an einen Tisch setzen und sich austauschen”, so Imhäuser. Es sei dringend notwendig, dass Pädagogen, Architekten und Vertreter der Kommunen besser zusammenarbeiten und gemeinsam planen.

“Diese Zusammenarbeit erhöht die Chance, dass Schulen gebaut werden, die etwa neuen Unterrichtsformen und einer Ganztagsbetreuung den angemessenen Raum bieten”, betont auch Frauke Burgdorff, Vorstand der Montag-Stiftung Urbane Räume. Darauf hinzuwirken sei der eigentliche Sinn des Wettbewerbs. “Wir sind davon überzeugt, dass das von uns entwickelte Verfahren Vorbildcharakter entfalten wird. Es hilft allen Kommunen, die sich zum Ziel gesetzt haben, zeitgemäße Schulen zu bauen oder umzubauen”, so Burgdorff weiter.

Ein von den Montag-Stiftungen beauftragtes und finanziertes Team von Schulbauexperten wird die fünf “Pilotkommunen” nun bei ihrem ausgezeichneten Bauprojekt beraten und unterstützen. Bereits in der kommenden Woche sollen erste Gespräche geführt werden, um die Arbeit “vor Ort” zu koordinieren.

Der Prozess orientiert sich an dem von den Montag-Stiftungen herausgegebenen Handbuch “Schulen planen und bauen – Grundlagen und Prozesse”. Darin wird anschaulich beschrieben, wie ein vorbildlicher Planungsprozess aussieht, der alle am Schulbau beteiligten Akteure von Anfang an einbezieht. Mit diesem qualifizierten Planungsbeginn in der “Phase Null” wird für alle weiteren Planungsschritte eine belastbare Grundlage geschaffen. Sie ist nach Ansicht von Experten ein Erfolgsgarant für den Bau zukunftsfähiger Schulen.

Die Montag-Stiftung Jugend und Gesellschaft und die Montag-Stiftung Urbane Räume befassen sich seit Jahren intensiv mit dem Thema “Pädagogische Architektur”. Im Schulbau sehen sie eine der wichtigsten öffentlichen Bauaufgaben, die großen Einfluss hat auf die Qualität unseres Bildungssystems.