Uwe Steimle

Uwe Steimle (* 20. Juni 1963 in Dresden) ist ein deutscher Kabarettist und Schauspieler. Er lebt in Dresden und hat zwei Töchter.

Uwe Steimle, Auftritt bei der 12. Internationalen Kulturbörse Freiburg 2012

Uwe Steimle, Auftritt bei der
12. Internationalen Kulturbörse Freiburg 2012

Uwe Steimle wuchs in Dresden-Trachau auf. Er betrieb in seiner Jugend Leistungssport (Bestleistung über 100 m: 11,2 s). Nach der Schule lernte er zunächst Industrieschmied im Edelstahlwerk Freital. Danach studierte er an der Theaterhochschule “Hans Otto” Leipzig und wurde 1989 Mitglied des Dresdner Kabaretts “Herkuleskeule”. Von 1991 bis 1994 war er Mitglied des Staatsschauspiels Dresden.

Uwe Steimle ist als Kabarettist sächsischer Mundart bekannt. Mit dem Leipziger Tom Pauls schuf er die Figuren Günther Zieschong (von ihm selbst nach realem bzw. nominellem Vorbild verkörpert) und Ilse Bähnert (Pauls). Steimle und Pauls traten mit diesen Figuren im Programm “Ostalgie” auf, das für regionale Programme des MDR produziert wurde. Das Wort Ostalgie wird ihm als Wortschöpfung nachgesagt. Später entschieden sich beide Künstler, getrennte Wege zu gehen. So entstand Steimles erstes Soloprojekt “Günther allein zuhaus”, in dem er Zieschong allein auftreten ließ. Nach “Uns fracht ja keener” ließ Steimle in seinem Programm “Mich fracht ja Eener” beide Figuren mit neuen Texten nochmals lebendig werden. Steimle ist auch als Erich-Honecker-Imitator bekannt, sein “Honni” ist nach wie vor obligatorische Zugabe bei seinen Auftritten.

Von 1993 bis 2009 ermittelte er als Hauptkommissar Jens Hinrichs in insgesamt 31 Folgen der Fernsehserie “Polizeiruf 110″, und wurde dort zunächst von Kurt Böwe als Kurt Groth, gefolgt von Jürgen Schmidt als Holm Diekmann, Henry Hübchen als Tobias Törner und schließlich Felix Eitner als Markus Tellheim unterstützt. Der letzte Polizeiruf 110 mit Steimle und Eitner, “Die armen Kinder von Schwerin”, wurde am 28. Juni 2009 ausgestrahlt.
In Edgar Reitz’ Heimat 3 – Chronik einer Zeitenwende war Steimle außerdem 2004 in der Rolle des Gunnar Brehme zu sehen.
Im TV-Zweiteiler “Das Konto” von 2004 spielte er einen Killer, zeitgleich im “Polizeiruf 110″ einen Kommissar.

2006 veröffentlichte er das Hörbuch “Der Zauberer von Ost” über das Grüne Gewölbe in Dresden. Es ist der erste Titel der gleichnamigen Reihe, in der 2007 das Hörbuch über die Geschichte des Dresdner Christstollens “Hören Sie es riechen?” und 2008 “Hans Christian Andersens Bericht einer Reise in die Sächsische Schweiz”, letzteres gelesen von Walter Niklaus, erschienen sind.

Am 23. Mai 2009 nahm Uwe Steimle an der Wahl des Bundespräsidenten teil. Er wurde durch Die Linke als Mitglied der Bundesversammlung benannt.

2011 trat er in der Rolle des Rolf Anschütz in “Sushi in Suhl” auf, in dem die Geschichte des ersten Japan-Restaurants in der DDR verfilmt wurde.

Im Mai 2013 präsentierte Steimle im MDR “Steimles Welt-Kulturerbe”. Dabei besuchte er Leute und unterhielt sich mit ihnen über ihre Geschichten seit der Wende. Es sei geplant, drei Folgen zu senden, sagte er zu seinem 50. Geburtstag in der MDR-Sendung “Riverboat”.

2013 veröffentlichte Steimle das Buch “Heimatstunde”.

CC BY SA 3.0 (logo)

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel über Uwe Steimle (Stand: 11. Dezember 2013, 22:51 Uhr, mit eigenen Änderungen/Ergänzungen) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text des Artikels steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.